Eine aktuelle Analyse des Forums รkologisch-Soziale Marktwirtschaft (FรS) im Auftrag von Green Planet Energy kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Strom aus neuen Gaskraftwerken kรถnnte zwei- bis dreimal so teuer sein wie Strom aus erneuerbaren Energien โ selbst wenn man deren Backup-Lรถsungen berรผcksichtigt.
Die Studie zeigt, dass die Kosten von Gasstrom deutlich hรถher ausfallen, sobald man nicht nur die direkten Produktionskosten betrachtet, sondern auch weitere Faktoren einbezieht โ etwa COโ-Emissionen, Preisrisiken bei Brennstoffen oder volkswirtschaftliche Folgekosten. In bestimmten Szenarien kรถnnten sich die Gesamtkosten sogar auf bis zu 67 Cent pro Kilowattstunde summieren.
Zum Vergleich: Strom aus Wind- und Solaranlagen liegt selbst unter konservativen Annahmen hรคufig unter 10 Cent pro Kilowattstunde.
Die zentrale Erkenntnis der Studie:
Wรคhrend Gaskraftwerke in der politischen Debatte oft als โBrรผckentechnologieโ oder Sicherheitsreserve fรผr Zeiten ohne Wind und Sonne diskutiert werden, kรถnnten sie langfristig deutlich hรถhere Kosten fรผr das Energiesystem verursachen als erneuerbare Alternativen mit Speichern und flexiblen Backup-Lรถsungen.
Fรผr Unternehmen, Politik und Energiebranche ergeben sich daraus wichtige Fragen:
โค Wie wirtschaftlich sind neue fossile Reservekapazitรคten wirklich?
โค Welche Rolle spielen Speicher, Flexibilitรคtsoptionen und Netzausbau im zukรผnftigen Energiesystem?
โค Und wie kรถnnen wir Versorgungssicherheit mit mรถglichst niedrigen Systemkosten?
Die Energiewende ist lรคngst nicht mehr nur eine Klimafrage โ sie ist auch eine รถkonomische Frage der Systemgestaltung.
Gerade deshalb lohnt es sich, Kosten ganzheitlich zu betrachten: nicht nur den Preis pro Kilowattstunde heute, sondern auch Risiken, Abhรคngigkeiten und gesellschaftliche Folgekosten.
