So profitieren Regionen doppelt vom Ausbau erneuerbaren Energien

Deutschland diskutiert beim Ausbau erneuerbarer Energien oft über Kosten, Netze und Genehmigungen. Viel zu selten sprechen wir über das, was direkt vor Ort entsteht: regionale Wertschöpfung.

Eine aktuelle Studie zeigt: Wenn die Ausbauziele erreicht werden, könnte sich die jährliche regionale Wertschöpfung in Deutschland bis 2033 von 5,5 Milliarden Euro auf 12,4 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Besonders profitieren würden strukturschwache Kommunen und ländliche Regionen.

Was heißt das konkret?
➡️ Mehr Gewerbesteuereinnahmen für Städte und Gemeinden
➡️ Neue Arbeitsplätze im Handwerk, Bau, Betrieb und Service
➡️ Zusätzliche Gewinne für regionale Unternehmen
➡️ Höhere Unabhängigkeit bei der Energieversorgung

Für mich ist das der entscheidende Punkt: Die Energiewende ist kein abstraktes Zukunftsprojekt. Sie ist ein konkretes Wirtschaftsprogramm für Regionen.

Gerade dort, wo Industrie im Wandel ist oder traditionelle Branchen unter Druck stehen, können Wind- und Solarprojekte neue Perspektiven schaffen. Voraussetzung ist allerdings, dass Kommunen stärker eingebunden werden und Bürgerenergie, lokale Beteiligungsmodelle sowie mittelständische Unternehmen echte Chancen bekommen.

Denn eines zeigt die Studie ebenfalls: Noch fließt ein erheblicher Teil der Betreibergewinne an externe Investoren. Genau hier liegt enormes Potenzial für bessere regionale Teilhabe.

Mein Fazit:

Wer den Ausbau erneuerbarer Energien bremst, bremst nicht nur Klimaschutz – sondern auch Wohlstand, Jobs und Zukunftschancen vor Ort.
Jetzt ist die Zeit, Energiepolitik endlich auch als Standortpolitik zu verstehen.

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