FAQ

In unserem FAQ-Bereich haben wir zudem die häufigsten Fragen zu 

Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und weiteren energierelevanten Themen für Sie zusammengestellt.

Fragen zum Thema Photovoltaik

Was ist eine Photovoltaikanlage?

Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) erzeugt Strom aus Sonnenenergie, indem Solarzellen Licht direkt in elektrischen Gleichstrom umwandeln. Dieser wird anschließend durch einen Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt. Solche Anlagen ermöglichen eine umweltfreundliche, dezentrale Energieproduktion – häufig auf Dächern installiert – und tragen dazu bei, die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zu reduzieren.

Eine Photovoltaikanlage besteht aus Solarmodulen mit vielen Solarzellen, die Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom umwandeln. Ein Wechselrichter macht daraus nutzbaren Wechselstrom für den Haushalt. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist, das bei Bedarf auch die Versorgung übernimmt.

Mit einem Batteriespeicher lässt sich mehr eigener Solarstrom nutzen, sodass weniger Energie eingespeist und weniger Strom aus dem Netz bezogen wird. Ein Speicher kann oft problemlos nachgerüstet werden, besonders wenn dies bereits bei der Planung berücksichtigt wurde.

Photovoltaik kann auch zur Wärmeerzeugung genutzt werden, indem der erzeugte Strom z. B. über Heizstäbe Warmwasser erhitzt. Damit ist sie eine Alternative zur Solarthermie.

Photovoltaik bietet zwei entscheidende Vorteile:

  1. Die Solarmodule arbeiten im Winter effizienter (als Solarthermiekollektoren). 
  2. Der Wartungsaufwand ist bei Solaranlagen niedriger (da der Wasserkreislauf der Solarthermie wegfällt).

Eine deutlich höhere Wärmeausbeute erzielt die Sonnenenergie aus Photovoltaikanlagen aber in Kombinattion mit einer Wärmepumpe (FAQ zur Wärmepumpe weiter unten).

Photovoltaikanlagen liefern den höchsten Ertrag bei direkter Sonneneinstrahlung. Aber auch bei bewölktem Himmel erzeugen sie Strom, da sie sowohl direkte als auch gestreute (diffuse) Strahlung nutzen können. Nur ohne jegliches Sonnenlicht produzieren sie keine Energie. Im Winter fällt der Ertrag geringer aus, weil die Tage kürzer sind und die Sonne tiefer steht, was die Effizienz reduziert.

Grundsätzlich gilt: Je größer eine Photovoltaikanlage, desto schneller amortisiert sie sich. Orientierung zur passenden Anlagengröße liefert unter anderem eine Kurzstudie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Wer einen möglichst hohen Grad an Unabhängigkeit erreichen möchte, kann sich an entsprechenden Richtwerten zur Dimensionierung orientieren.

Nicht direkt genutzter Solarstrom kann in einem Batteriespeicher gespeichert werden, wodurch sich der Eigenverbrauch auf bis zu 70 % oder mehr erhöhen lässt.

Alternativ kann überschüssige Energie gegen eine staatlich festgelegte Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden. In der Regel ist es jedoch wirtschaftlicher, den selbst erzeugten Strom möglichst im eigenen Haushalt zu nutzen.

  • Die Unterstützung für Photovoltaik ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt. Zentrales Element ist die garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre. Zusätzlich gibt es regionale Zuschüsse von Ländern und Kommunen. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet zinsgünstige Finanzierungen für Solaranlagen und Batteriespeicher an. Welche Förderungen konkret infrage kommen, hängt vom individuellen Fall ab.

In der Regel benötigen wir 1-3 Tage für die Installation Ihrer Photovoltaikanlage. Je nach Größe, Standort und Wetterlage kann dies variieren. 

Fragen zum Thema Stromspeicher

Was ist ein Speicher?

Ein Batteriespeicher ist eine Lösung zur Energiespeicherung für kleine und mittlere Unternehmen. Überschüssiger Strom, etwa aus einer PV-Anlage, wird gespeichert und bei Bedarf wieder genutzt. So lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen, Energiekosten senken und das Stromnetz durch intelligente Steuerung entlasten. Typische Systeme beginnen bei etwa 30 kWh Kapazität.

Photovoltaik-Speicher sind komplexer aufgebaut als herkömmliche Batterien. Sie bestehen aus mehreren Zellen, die über ein Batteriemanagementsystem (BMS) verbunden sind. Dieses überwacht den Ladezustand und schützt vor Überhitzung, indem es bei Bedarf regulierend eingreift oder den Speicher abschaltet. Zusätzlich gehören ein Wechselrichter sowie Technik für Monitoring und Internetanbindung zum System.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Stromspeicher in eine PV-Anlage zu integrieren: auf AC- oder auf DC-Seite.

Ein Batteriespeicher steigert die Energieunabhängigkeit und reduziert langfristig die Stromkosten. Dank intelligentem Energiemanagement wird der Verbrauch gezielt gesteuert und optimal an die verfügbaren Ressourcen angepasst – mit positiven Effekten auf die betriebliche Effizienz.

Eine PV-Anlage mit Speicher ist auch ohne große Stromverbraucher sinnvoll und kann entsprechend kleiner dimensioniert werden. Mit Elektroauto oder Wärmepumpe steigt der Strombedarf jedoch deutlich, wodurch sich ein Speicher besonders lohnt.

Für ein E-Auto können bei etwa 10.000 km Fahrleistung rund 2.000 kWh pro Jahr anfallen. Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe variiert je nach Heizbedarf, liegt aber oft bei bis zu 5.000 kWh jährlich.

Ein Batteriespeicher lässt sich vielseitig einsetzen, um Energiekosten zu senken und die Stromversorgung zu stabilisieren. Typische Anwendungen sind die Erhöhung des Eigenverbrauchs, das Abfangen von Lastspitzen, die Nutzung flexibler Stromtarife sowie die virtuelle Erweiterung des Netzanschlusses.

Bei begrenztem Budget entscheiden sich viele Haushalte zunächst für eine PV-Anlage ohne Speicher. In den meisten Fällen lässt sich ein Stromspeicher später problemlos nachrüsten. Es empfiehlt sich jedoch, diese Option bereits bei der Planung zu berücksichtigen, damit die Anlage entsprechend vorbereitet ist. Zu beachten ist, dass bei einer Nachrüstung zusätzliche Installations- und Montagekosten entstehen können.

Beim Kauf eines Stromspeichers für Photovoltaikanlagen sollten verschiedene Kriterien berücksichtigt werden, darunter Speicherkapazität, Wirkungsgrad, Entladetiefe und Lebensdauer.

Wer sich bereits bei der Planung für eine PV-Anlage mit Speicher entscheidet, profitiert davon, dass der Speicher optimal auf das System abgestimmt werden kann.

Die optimale Größe eines Batteriespeichers richtet sich nach dem individuellen Energiebedarf eines Unternehmens. Entscheidend sind dabei unter anderem das Verbrauchsprofil, Lastspitzen sowie die Einbindung einer bestehenden oder geplanten Photovoltaikanlage. Zur Auslegung werden in der Regel wirtschaftliche Analysen durchgeführt, die sowohl den technischen Bedarf als auch die Amortisationszeit der Investition berücksichtigen.

Die Lebensdauer eines Batteriespeichers hängt vor allem von der eingesetzten Technologie und der Art der Nutzung ab. Entscheidend sind dabei Faktoren wie die Anzahl der Ladezyklen, die Entladetiefe und die Betriebstemperatur.

Wer einen Stromspeicher für eine Photovoltaikanlage anschaffen möchte, kann über das KfW-Programm „Erneuerbare Energien (270)“ von zinsgünstigen Krediten profitieren. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme an. Seit Januar 2023 ist der Kauf zudem von der Umsatzsteuer befreit – sowohl bei neuen Anlagen als auch bei der Nachrüstung. Welche Fördermöglichkeiten im Einzelfall bestehen, lässt sich über entsprechende Fördermitteldatenbanken schnell herausfinden.

Fragen zum Thema Wärmepumpe

Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist ein effizientes Heizsystem, das Umweltwärme aus Luft, Erde oder Grundwasser mithilfe von Strom in Heizenergie für Gebäude umwandelt. Sie kommt ohne fossile Brennstoffe aus, arbeitet besonders mit Ökostrom klimafreundlich und kann im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden.

Eine Wärmepumpe arbeitet mit einem Kältemittelkreislauf, der Umweltwärme aufnimmt, verdichtet und auf ein nutzbares Temperaturniveau zum Heizen anhebt.

  • Verdampfer: Das Kältemittel nimmt Wärme aus der Umgebung auf und verdampft.

  • Kompressor: Das Gas wird verdichtet, wodurch die Temperatur deutlich steigt.

  • Verflüssiger: Die Wärme wird an das Heizsystem abgegeben, das Kältemittel wird wieder flüssig.

  • Expansionsventil: Der Druck sinkt, das Kältemittel kühlt ab und der Kreislauf beginnt erneut.

Ja, es gibt diese Arten von Wärmepumpen: 

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Außenluft und ist vergleichsweise einfach zu installieren.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): Verwendet Erdwärme über Sonden oder Kollektoren.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt Grundwasser und gilt als besonders effizient.

Die passende Wärmepumpe hängt vor allem von Grundstück, Budget und Gebäudetyp ab.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Gute Wahl bei wenig Platz und begrenztem Budget. Einfach zu installieren und besonders geeignet für Neubau- sowie Bestandsgebäude, da auch höhere Vorlauftemperaturen möglich sind.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): Sehr effizient, benötigt jedoch ausreichend Fläche oder Bohrungen. Höhere Anschaffungskosten, dafür niedrige Betriebskosten.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Am effizientesten, setzt aber ein genehmigungspflichtiges Grundwasservorkommen voraus. In Regionen mit sandigem Untergrund schwieriger durchzuführen, da sandige Untergünde den Betrieb erschweren. 

  • Entscheidungsfaktoren:

    • Neubau: Meist Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe, da gute Dämmung und Flächenheizungen wie Fußbodenheizung Standard sind.

    • Altbau: Häufig Luft-Wasser-Wärmepumpe, da sie auch mit bestehenden Heizkörpern funktionieren kann (bei ausreichender Größe).

    • Platzbedarf: Luft-Wärmepumpen benötigen nur wenig Stellfläche im Außenbereich (ca. 1 m²).

Wärmepumpen arbeiten sehr effizient und erzeugen aus 1 kWh Strom etwa 3 bis 5 kWh Wärme. Damit sich ihr Einsatz lohnt, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Außenbereich: Ausreichend Platz für die Aufstellung der Anlage

  • Innenbereich: Platz z. B. im Keller oder Heizungsraum (je nach System)

  • Heizsystem: Möglichst große Heizflächen, etwa Fußbodenheizung oder passende Heizkörper

  • Gebäudezustand: Gute Dämmung für geringe Wärmeverluste

  • Heizbedarf: Der Wärmebedarf sollte zur Leistung der Wärmepumpe passen

Sind diese Bedingungen gegeben, lässt sich besonders effizient und kostengünstig heizen.

Entscheidend ist vor allem die Energieeffizienz des Gebäudes: Je besser die Dämmung und je geringer die Wärmeverluste, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe. Während sie im Neubau nahezu immer sinnvoll ist, hängt ihre Wirtschaftlichkeit im Bestand vom individuellen Zustand des Gebäudes ab.

Dabei gilt: Auch ältere Häuser können gut geeignet sein – entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die energetische Qualität. Dass Wärmepumpen auch im Altbau funktionieren, zeigt sich daran, dass sie zunehmend häufiger in Bestandsgebäuden installiert werden.

Bei neueren Gebäuden (ab etwa Baujahr 2002) sind meist keine zusätzlichen Maßnahmen nötig, da sie in der Regel die Anforderungen für eine Wärmepumpe erfüllen. Als Orientierung gilt ein Heizwärmeverbrauch von maximal 150 kWh pro Quadratmeter. Liegt dieser darüber, sind Sanierungen oft sinnvoll.

In älteren Gebäuden kommt es vor allem darauf an, Wärmeverluste zu reduzieren. Besonders effektiv ist die Dämmung von Dach oder oberster Geschossdecke, da hier bis zu 30 % Energie eingespart werden können. Ergänzend helfen gedämmte Fenster und Türen sowie eine Fassadendämmung.

Neben niedrigeren Energiekosten sprechen auch gesetzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten für eine Sanierung. Als erster Schritt empfiehlt sich häufig eine Energieberatung inklusive individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP).

Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen sind ideal für Wärmepumpen, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten. Grundsätzlich können aber auch klassische Heizkörper genutzt werden – entscheidend sind deren Größe und Wärmeabgabe.

Als Faustregel gilt: Je größer die Heizfläche, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein und desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Typischerweise liegt sie bei etwa 30 bis maximal 55 °C und damit deutlich unter der von Gas- oder Ölheizungen.

Der geeignete Standort hängt vom Typ der Wärmepumpe ab. Typische Aufstellorte sind der Keller, ein Hauswirtschaftsraum oder der Außenbereich.

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind besonders flexibel, da sie innen oder außen installiert werden können und wenig Platz benötigen. Häufig wird eine Kombination aus Innen- und Außenaufstellung gewählt. Wichtig bei der Planung sind unter anderem kurze Wege zu Leitungen und Heizungsraum sowie ausreichende Abstände zu Hauswand, Fenstern und Nachbargrundstücken.

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt vor allem von ihrer Effizienz und der sogenannten Heizlast ab – also der Wärmemenge, die benötigt wird, um das Gebäude auf Temperatur zu halten. Diese wird von mehreren Faktoren beeinflusst:

  • Raumgröße: Größere Flächen benötigen mehr Energie

  • Energiestandard: Gute Dämmung reduziert Wärmeverluste und Stromverbrauch

  • Vorlauftemperatur: Niedrigere Temperaturen (z. B. bei großen Heizflächen) erhöhen die Effizienz

Auch der Stromtarif sowie der Anteil selbst erzeugter Energie spielen eine Rolle. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage lässt sich der Netzstrombezug deutlich reduzieren.

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